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01.09.2016

Fischereiverein diskutiert Richtline der EU: Gesunder Fluss, gesunder Fisch

Ausführung zur Wasser Rahmen Richtlinie

In gesunden Gewässern leben auch gesunde Fische: Das ist Grund genug für den Fischereiverein, sich auch für die Pflege der Vils stark zu machen. Bei diesem Thema mischt inzwischen auch Europa mit.

 Die EU hat sogenannte Wasserrahmenrichtlinien erlassen. Deren Umsetzung durch ein Konzept baulicher Maßnahmen an der Vils haben Vereinsvertreter mit dem Wasserwirtschaftsamt diskutiert. Darüber informierte Vereinsvorsitzender Dieter Teich bei einem Mitgliedertreffen. "Für uns spielt neben dem Angeln die Hege und Pflege unserer Gewässer eine wichtige Rolle", betonte Teich. Gehe es dem Gewässer gut, gehe es auch den Fischen gut, die sich dann auch fortpflanzen würden. Das Konzept entsprechend der neuen Wasserrahmenrichtlinie betreffe auch den vom Fischereiverein Rieden gepachteten Vils-Abschnitt von der Säkularisationsbrücke in Ensdorf bis kurz vor Vilshofen.

Räume für die Bachforelle

Es sei Strategie des Vereins, für seinen Hauptfisch, die Bachforelle, Lebensräume zu schaffen, damit sie sich selbst fortpflanzen kann, machte Teich deutlich. Im Vilsabschnitt zwischen der Riedener Brücke und Siegenhofen habe der Verein in den vergangenen Jahren sehr große, fortpflanzungsfähige Exemplare eingesetzt - mit dem Ergebnis, dass hier "bereits ein- und zweisömmrige Bachforellen zu beobachten sind, die aus eigener Fortpflanzung stammen". Maßgeblich beigetragen hat laut Teich dazu die Marktgemeinde, die den Bach in Siegenhofen instandgesetzt habe: "Hier laichen jetzt in jedem Frühjahr die Bachforellen ab."

Ein weiteren Bereich, geeignet zum Laichen der Forellen, wäre nach seiner Meinung der Bach bei den Au-Gewässern am Radwanderweg in Höhe von Siegenhofen. Erfreulich sei, dass das Wasserwirtschaftsamt dies bereits als Maßnahme in die Wasserrahmenrichtlinie aufgenommen habe.

in Sorgenkind sei das Altwasser beim Campingplatz, "das regelmäßig verlandet und für das Austrocknungsgefahr besteht". Der vorliegende Entwurf des Wasserwirtschaftsamts zeige die mittelfristige Lösung: Den ursprünglichen, geschwungenen Lauf der Vils in diesem Bereich wiederherzustellen und das Ende des Altwassers damit zu verbinden. Wenn dieses Vorhaben, im gesamten Konzept die größte Einzelmaßnahme an der Vils, möglichst bald umgesetzt werde, "bevor das jetzige Altwasser ganz verlandet ist", sei der Fischereiverein dem Wasserwirtschaftsamt sehr dankbar.

Schutz vorm Kormoran

Das vorgeschlagene Einbringen von Totholz sehen die Mitglieder als gute Maßnahme. Es biete den Fischen einen sicheren Unterstand und Schutz vor Kormoranen. Zwar sei die vorgeschlagene Bepflanzung der Uferstreifen sinnvoll, dürfe jedoch nicht mit zu geringem Abstand erfolgen. Hier gelte "weniger ist oft mehr", betonte Teich - "da man sonst in einigen Jahren wunderschöne Bäume, aber keine Vils mehr sehen kann".

Stellvertretender Vorsitzender Josef Fleischmann regte an, den Bach, der von der Blumenthalstraße Richtung Vils verläuft und diese unterdükert, von der Mühle bei der Fischtreppe zehn Meter Richtung Wehr zu verlegen. Dadurch würde dieser Bereich wieder durchströmt, Fische und Kleintiere könnten sich ansiedeln.

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